WISSENSWERTES ÜBER PFLEGE, SCHMUCK UND UHREN

DAS LAUFER-LEXIKON

PFLEGE

Aufbewahrung von Schmuck

Um den Glanz Ihrer Schmuckstücke möglichst lange zu erhalten, empfehlen wir Ihnen die Aufbewahrung in einer Schmuckschatulle mit ausreichend vielen Fächern und Ringschienen. So verhindern Sie das Verkratzen von polierten oder mattierten Flächen und weichen Edelsteinen.

Silberschmuck bewahren Sie am besten luftdicht, z.B. in kleinen Plastiktütchen, auf, damit dieser nicht oxidiert.

Diamanten

Damit das unvergleichliche Feuer und die Brillanz eines Diamanten erhalten bleiben, sollte er frei von Ablagerungen aus Kosmetikpräparaten oder Hautfett sein. Wir empfehlen Ihnen daher eine jährliche professionelle Pflege durch einen Goldschmied in unserer Werkstatt, bei der wir auch die Fassung der Steine und die Verschlüsse kontrollieren.

Zur einfachen Reinigung empfehlen wir Ihnen, den Schmuck in etwas warmes, mildes Spülmittel zu tauchen und mit einer weichen Zahnbürste zu reinigen. Anschließend gründlich mit warmem Wasser abspülen und mit einem weichen Tuch trocken tupfen.

Edelsteine

Lagern Sie unterschiedliche Edelsteine stets getrennt voneinander, so dass sie sich nicht aufgrund Ihrer enormen Härte gegenseitig verkratzen können.

Bei gröberen Arbeiten in Haushalt oder Garten schonen sie Ihren Schmuck, insbesondere Ihre Ringe am meisten, wenn Sie diese vor der Arbeit ablegen.

Sollten sich doch einmal einfache Ablagerungen aus Seife oder Staub an Ihrem Edelstein festgesetzt haben, können Sie diese mit einer weichen Zahnbürste und etwas warmem Wasser (evtl. unter Zugabe von wenig Salmiakgeist) leicht selbst entfernen. Trocknen Sie den Stein anschließend mit einem weichen Tuch.

Bei starken Verschmutzungen empfehlen wir Ihnen die professionelle Reinigung in unserer Werkstatt.

Goldschmuck

Da Gold ein weiches Metall ist, empfiehlt es sich, den Schmuck vor gröberen Arbeiten abzulegen. Auch das gleichzeitige Tragen mehrere Schmuckstücke kann zu Kratzern führen. Tragen Sie daher Ihren Goldschmuck möglichst nicht zusammen mit härteren Materialien wie z.B. Stahl.

Einfache Ablagerungen an reinem Goldschmuck oder an Goldschmuck mit harten Edelsteinen, wie z.B. Saphiren, Topasen oder Diamanten, lassen sich problemlos mit Wasser und einem milden Spülmittel entfernen. Anschließend den Schmuck mit einem weichen Tuch gründlich trocken tupfen.

Für Goldschmuck mit weichen Edelsteinen, wie Smaragden oder Opalen empfehlen wir die Reinigung in unserer Fachwerkstatt. Dort können wir Ihren Schmuck professionell aufpolieren, sollte er dennoch einmal verkratzen.

Mechanische Uhren

Die z.B. in einer Chronometerprüfung ermittelte Ganggenauigkeit gilt nicht dauerhaft. Mechanische Uhrwerke unterliegen wegen des komplexen Zusammenwirkens von Hebeln, Rädern und Federn auf engstem Raum dem Verschleiß von Schmierstoffen und Bauteilen.

Je nach Uhrwerk können sich nach einem oder zwei Jahren Gangveränderungen bemerkbar machen, die ein Signal dafür sind, dass die Uhr eine Service-Inspektion benötigt.

Perlen

Echte Perlen und Zuchtperlen sind hochempfindliche Kostbarkeiten der Natur, deren attraktive Lebensdauer entscheidend von der Pflege, Lagerung und Reinigung der Perlen abhängt. Chemische Einwirkungen kosmetischer Präparate, Parfums aber auch Ablagerungen aus Hautfett und Schweiß können die Oberfläche der Perlen zerstören. Legen Sie daher Ihre Perlenkette ab, wenn Sie Haarspray benutzen wollen oder decken Sie die Kette während des Sprühens mit einem Tuch ab. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, gehen Sie nicht mit den Perlen duschen oder baden und legen Sie die Perlen nachts ab.

Reinigen Sie Ihre Perlen nach jedem Tragen mit einem weichen Lappen und entfernen Sie Rückstände von Schweiß und Kosmetika. Die professionelle Reinigung von Perlenschmuck sollten Sie unbedingt dem Fachmann überlassen. Tragen Sie Ihre Perlenkette sehr häufig, so empfehlen wir Ihnen, Ihre Kette halbjährlich zur Fadenkontrolle vorbei zu bringen.

Für die Aufbewahrung der Perlen eigenen sich Seidentaschen oder andere weiche Stoffe. Wichtig ist, dass Sie die Perlen nicht mit harten Metallen zusammen lagern, die die Oberfläche der Perlen zerstören können.

Silberschmuck

Silberschmuck bewahren Sie am besten luftdicht, z.B. in kleinen Plastiktütchen, auf, damit dieser nicht oxidiert. Sollte der Schmuck doch einmal angelaufen sein, können Sie glatte Flächen mit einem Silberputztuch auffrischen. Strukturierter oder matten Silberschmuck reinigen Sie am besten mit einem dafür geeigneten Silberputzmittel.

Silberwaren

Infolge in der Luft vorhandenen Schwefelwasserstoffs laufen Silbergegenstände mit der Zeit unter Bildung von Silbersulfid schwarz an. Um dieser Eigenschaft vorzubeugen, werden Ziergegenstände heute oft mit einer Hartlackierung überzogen. Anlaufgeschützte Silberware ist häufig mit einem Etikett gekennzeichnet, welches eine Flamme zeigt.

Bei Besteck aus Silber stellt die tägliche Benutzung und das anschließende Abspülen und Polieren den besten Anlaufschutz dar. Sollten Sie ihr Besteck längere Zeit aufbewahren, so empfiehlt sich die Lagerung in einem Spezialgewebe, welches die Oxidationsprodukte aus der Luft absorbiert und ihr Besteck so lange Glanz behält.

Sollten Sie Ihre Silberwaren für längere Zeit einlagern, empfehlen wir das Einschlagen in Silberschutzpapier. Auch das Einpacken von Silbergegenständen in chlor- und säurefreies Seidenpapier mit einer Abdeckung aus Packpapier oder Plastikfolie wirkt dem Anlaufen entgegen.

Sind Ihre Silberwaren trotz bester Pflege einmal angelaufen, bieten wie Ihnen in unserem Geschäft eine Auswahl an Silberputzwaren. Auch ist auf Wunsch eine professionelle Aufarbeitung in unserer Werkstatt möglich.

Uhren

Eine Uhr ist ein Meisterwerk an Elektronik und Feinmechanik. Damit Sie sich möglichst lange an dieser Präzision erfreuen können, sollten Sie Ihre Uhr vor Stößen, starker Hitze, Chemikalien oder starker mechanischer Beanspruchung bewahren. Legen Sie Ihre Uhr nachts grundsätzlich ab und tauschen Sie das Lederband Ihrer Uhr auch aus hygienischen Gründen je nach Tragegewohnheit alle 6-12 Monate aus.

Die Wasserdichtigkeit einer Uhr kann durch den Einfluss von Fetten und Chemikalien in Mitleidenschaft gezogen werden, daher sollten diese Uhren jährlich auf ihre Dichtigkeit geprüft werden. Bei Kondenswasserbildung (Nebel unter dem Glas) muss die Uhr unverzüglich ins Fachgeschäft gebracht werden, damit die Feuchtigkeit keinen bleibenden Schaden anrichtet.

Sollte Ihre Uhr einmal stehen bleiben, bringen Sie sie einfach in unserem Geschäft vorbei. Wir werden dafür sorgen, dass Sie schon bald wieder am Puls der Zeit sind.

Ultraschall

In unserer Goldschmiede-Werkstatt bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihren Schmuck mittels Ultraschall zu reinigen. Nicht alle Edelsteine eignen sich für die Reinigung im Ultraschallgerät, daher sollten Sie dies unbedingt unseren Fachleuten überlassen, so dass Sie ein Leben lang Freude an Ihrem Schmuck haben.

Unterwegs

Auch auf Reisen sollten Sie auf die optimale Lagerung Ihrer Schmuckstücke achten. Dafür eignen sich gepolsterte Schmuckschatullen ebenso wie raffinierte Schmuckrollen aus Leder oder aber Schmuckbeutel aus Samt oder Seide. Es bewahrt Ihren Schmuck auf ebenso elegante wie sichere Art vor Kratzern und anderen Beschädigungen.

UHREN

Autoaufzug

Als Autoaufzug oder Selbstaufzug bezeichnet man im Deutschen den Schwingankerantrieb einer mechanischen Uhr. Dieser, im 18. Jahrhundert von Abraham Louis erfundene, auch als „Automatik“ bekannte Mechanismus erwirkt durch den Einbau einer Schwungmasse in die Uhr, dass diese sich bei Bewegung des Uhrenträgers selbst aufzieht. Die erste Armbanduhr mit Automatik wurde 1922 vom französischen Uhrmacher Léon Leroy auf den Markt gebracht.

Chronograph

Ein Chronograph ist eine Uhr, die zusätzlich zum Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger einen Chronographenzeiger in der Mitte des Ziffernblattes hat, der unabhängig gestartet, angehalten und auf Null gesetzt werden kann. Eine Erweiterung des „normalen“ Chronographens stellt der Schleppzeiger-Chronograph dar (Rattrapante), bei dem ein weitere Stoppzeiger, der bei Start mitläuft, zwischendurch angehalten werden kann und, wird er wieder gestartet, den normal laufenden Chronographenzeiger einholt und mit diesem synchron läuft.

Zweidrückerchronographen sind Chronographen, die Additionsstoppungen ermöglichen, da der Chronographenzeiger beliebig oft angehalten und aus der letzten Stellung heraus erneut gestartet werden kann.

Chronometer

Der Begriff „Chronometer“ bezeichnet eine Präzisionsuhr, die definierte Ganggenauigkeiten bei einer offiziellen Prüfstelle (z.B. der COSC in der Schweiz) unter Beweis gestellt hat. Jedes Uhrwerk wird in verschiedenen Lagen und unter variierenden klimatischen Verhältnissen getestet. Die größte Gangabweichung darf dabei fünf Sekunden nicht überschreiten. Diese Anforderung klingt erst dann beeindruckend, wenn man sich vor Augen hält, dass eine Abweichung von fünf Sekunden an einem Tag mit 86.400 Sekunden nur zu einer prozentualen Gangabweichung von 0,005 Prozent führt.

Erst nach Bestehen der 15-tägigen Chronometerprüfung darf eine Uhr auf dem Zifferblatt die Bezeichnung Chronometer tragen dementsprechend mit Zertifikat vermarktet werden.

Derzeit erfolgt ein Großteil der Chronometer-Prüfungen für die Firmen Rolex und Breitling.

Drücker

Der Drücker ist ein Teil der Uhr, mit dem sich eine spezielle Funktion steuern lässt, wie z.B. das Starten oder Stoppen einer Chronographenmessung oder das Verstellen der Zeitzonen bei Weltzeituhren.

Ewiger Kalender

Der „Ewige Kalender“ ist ein komplizierter Mechanismus, der das Datum, den Wochentag, den Monat und die Mondphase bis zum 28. Februar 2100 ohne manuelle Korrektur berücksichtigt. Berücksichtigt werden dabei die unterschiedlichen Monatslängen im Verlauf eines Jahre sowie die Schaltjahre. Die Steuerung des „Ewigen Kalenders“ erfolgt über so genannte Programmräder, deren Ränder unterschiedliche Aussparungen besitzen.

Frequenz

Die Unruh, das gangregulierende Organ einer Uhr, bewegt sich mit einer definierten Frequenz. Frequenz ist ein Terminus der Physik und bezeichnet die Anzahl der Wiederholungen pro Zeiteinheit eines periodischen Vorgangs. In der Uhrmacherei werden Schwingungen pro Zeiteinheit (gemessen in Hz)  oder Halbschwingungen pro Stunde gemessen.

Gangreserve

Als Gangreserve bezeichnet man verbleibende Laufzeit eines mechanischen Uhrwerkes über das normale Aufzugsintervall von 24 Stunden hinaus.

Genfer Siegel

Das „Genfer Siegel“ („Poinçon de Genève“) ist ein Qualitätssiegel für mechanische Uhren, das ursprünglich aus dem Jahr 1886 stammt und nach Überarbeitungen des Regelwerks heute 12 Festlegungen zur exakten Verarbeitung und Einstellung von Werkteilen beinhaltet. Das Genfer Siegel wird nur an Uhren vergeben, die im Kanton Genf zusammengebaut und reguliert wurden und bleibt damit und aufgrund der scharfen Qualitätsanforderungen nur wenigen Uhrenherstellern vorbehalten.

Nach Bestehen der Prüfung darf das Genfer Siegel auf der Platine oder einer Brücke des Uhrwerks aufgebracht werden.

Handaufzug

Handaufzuguhren sind Zeitmesser, bei denen die Zugfeder von Hand gespannt werden muss.

Kaliber

In der Uhrmacherei wurde der Begriff „Kaliber“ früher für die Anordnung und Abmessung verschiedener Werkteile benutzt. Heute bezeichnet dieser Ausdruck in Verbindung mit der „Kaliber“-Nummer oder -bezeichnung auch komplette Werke. Die Kaliberbezeichnung ermöglicht eine exakte Identifikation des Werkes.

Kleine Sekunde

Die „Kleine Sekunde“ ist ein exzentrisch angeordneter Sekundenzeiger, der sich in der Regel bei der „6“ befindet.

Komplikation

Die einfache Armbanduhr hat zwei oder drei Zeiger, wenn sie eine Sekundenanzeige besitzt. Dazu gibt es weitere so genannte Komplikationen, wie z. B. Datumsanzeige, Mondphase, Zweite Zeitzone oder Minutenrepetition. Die so genannte „Große Komplikation“ („Grande Complication“) gilt als höchste Uhrmacherkunst, da sie den Ewigen Kalender mit Mondphase, die Minutenrepitition und einen Chronographenmechanismus in einer Armbanduhr kombiniert.

Kurzzeitmesser

Kurzzeitmesser sind Uhren zum exakten Messen kleiner Zeitabschnitte, wie z.B. Chronographen.

Lünette

„Lünette“ ist ein aus dem Französischen ( „Lünette“: „Kleiner Mond“) abgeleiteter Begriff, der unter Uhrmachern den Ring um das Ziffernblatt einer Uhr bezeichnet.

Die Lünette besitzt einen Falz, in den Uhrglas und Dichtung eingepresst werden.

Befindet sich auf der Vorderseite der Uhr ein Drehring, zum Beispiel zum Einstellen der Zeitzone, so wird dieser ebenfalls häufig als Lünette bezeichnet.

Manufaktur

Der Begriff „Manufaktur“, vom lateinischen „manus“ („Hand“) und „facere“ („machen“) abgeleitet, bezeichnet ursprünglich eine frühe Form des industrialisierten Betriebes, bei dem gewisse Arbeitsprozesse, die sich nicht mechanisieren lassen, weiterhin in Handarbeit durchgeführt werden.

In der Uhrenbranche gilt heute als Manufaktur, wer ein Rohwerk, „Ebauche“ genannt, selbst herstellt. Die Aufteilung in Herstellung der Rohwerke durch die Manufaktur und dem Einbau konfektionierter Werke in Gehäuse und Verkauf unter eigenem Markennamen durch die sog. „Etablisseure“, hat eine lange Tradition. Nur wenige Uhrenhersteller, unter ihnen große Firmen wie Breguet, Girard-Perregaux, A. Lange und Söhne (Glashütte), Jaeger-LeCoultre, Patek Philippe, Rolex oder Zenith und neuerdings auch Chopard und Vacheron Constantin, produzieren eigene Werke und verwenden ausschließlich diese.

Mondphase

Als Mondphase bezeichnet man einen Abschnitt der Periode des Mondes, der in ca. 29,5 Tagen seine Bahn um die Erde durchläuft. Wertvolle Uhren sind häufig mit einer Mondphasen-Anzeige ausgestattet. Anhand dieser Komplikation, die aus einer sich drehenden Scheibe im Ausschnitt des Zifferblattes besteht, kann der Stand des Mondes abgelesen werden. Dabei wird in der Regel die Betrachtung von der nördlichen Erdhalbkugel zugrunde gelegt.

Quarz

In einer Quarzuhr sorgen die piezoelektrischen Eigenschaften eines Quarzkristalls dafür, dass er bei Anlegung eines Stroms in einer festen Frequenz schwingt. Quarzuhren haben aufgrund ihres elektrischen Antriebes eine sehr hohe Ganggenauigkeit von etwa +/- 1 Sekunde pro Woche und sind wartungsarm.

Retrograde Anzeige

Unter dem Begriff “Retrograde Anzeige“ versteht man die Anzeige eines Zeigers, der sich zur Bestimmung z.B. des Wochentags schrittweise über ein Kreissegment bewegt und am Ende der Skala angekommen ruckartig in seine Ausgangsposition zurückspringt.

Rubin

Rubine werden seit Beginn des 18. Jahrhunderts als Lagersteine in hochwertigen Uhrwerken benutzt. Damit die Lagerung der Zahnradzapfen möglichst reibungsarm ist, ist der Rubin mit einem zentrischen Loch versehen. Aufgrund der ausgeprägten Homogenität der Kristallstruktur von künstlichen Rubinen gegenüber natürlichen, bei sonst nahezu gleichen physikalischen oder chemischen Eigenschaften, werden heute fast ausschließlich künstliche Rubine verwendet.

Saphirglas

Saphirgläser werden aus Bauxit hergestellt. Synthetische Saphire sind aufgrund ihrer enormen Härte absolut kratzbeständig und lassen sich nur durch ein gleich hartes oder härteres Material, wie z.B. Diamanten, beschädigen. Saphirgläser lassen sich in unterschiedlichsten Formen herstellen und gehören heut zur Standardausstattung von Uhren.

Schwungmasse

Die Schwungmasse ist ein beweglich angebrachter und über ein Getriebe mit dem Federhaus gekoppelter Drehkörper an einem Uhrwerk. Diese Schwungmasse wird durch die Erdanziehung bewegt und diese Bewegungsenergie mittels einer Zugfeder gespeichert.

Selbstaufzug

Als Selbstaufzug oder Autoaufzug bezeichnet man im Deutschen den Schwingankerantrieb einer mechanischen Uhr. Dieser, im 18. Jahrhundert von Abraham Louis erfundene, auch als „Automatik“ bekannte Mechanismus erwirkt durch den Einbau einer Schwungmasse in die Uhr, dass diese sich bei Bewegung des Uhrenträgers selbst aufzieht. Die erste Armbanduhr mit Automatik wurde 1922 vom französischen Uhrmacher Léon Leroy auf den Markt gebracht.

Tourbillon

Das Tourbillon ist eine komplizierte Konstruktion zur Kompensierung des Schwerpunktfehlers im Schwingsystem, die 1801 von Abraham-Louis Breguet zum Patent angemeldet wurde. Während des Schwingvorgangs drehen sich hier Hemmung und Unruh umeinander, so dass die durch die Erdanziehungskraft auftretenden Abweichungen ausgeglichen werden.

Das Tourbillon dreht sich in der Regel einmal in der Minute und optimiert so die Ganggenauigkeit in den senkrechten Lagen.  Das Tourbillon stellt heute als außerordentliche Stück Feinmechanik die Spitze der Uhrmacherkunst dar.

Unruh

Die Unruh ist ein gangregulierendes Bauteil eines Uhrwerks und ist in jeder mechanische Armbanduhr zu finden. Sie ist ein präzise gefertigtes Rädchen, das an einer Spiralfeder aufgehängt ist, so dass es eine Drehschwingung ausführt. Zur Aufrechterhaltung dieser Schwingung wird die Unruh periodisch angeregt, die Länge der Spiralfeder bestimmt hierbei die Zahl der Schwingungen der Unruh. Die Gangregulierung mit Unruh und Spiralfeder wurde 1675 vom Holländer Christiaan Huygens erfunden.

Zeitanzeige

Die Zeitanzeige einer Uhr kann analog oder digital erfolgen. Bei der analogen Zeitanzeige wird die aktuelle Uhrzeit anhand der Stellung zweier Zeitanzeiger abgelesen. Eine digitale Zeitanzeige z.B. durch ein Flüssigkristalldisplay (LCD) ist heute bei hochwertigen Uhren kaum mehr zu finden.

SCHMUCK

Akoyaperle

Akoyaperlen waren die ersten Zuchtperlen, die Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt wurden und heute überwiegend in Asien produziert werden. Die Zucht erfolgt in der so genannten Akoya-Perlenauster und führt zu Perlen mit einer Größe von zwei bis neun Millimetern Durchmesser. Akoyaperlen haben einen intensiven Lüster, ihre Farbspektrum reicht von weiß über creme bis hin zu rosé und hellem grau.

Baguette

Der Baguetteschliff ist eine rechteckige Steinschliffform, abgeleitet von dem französischen Wort für Stäbchen. Der Baguetteschliff ist ausgeprägt schmal, um die Tafel liegen treppenartig zwei Kränze von lang gestreckten Facetten. Diese Schliffform wurde um 1925 in Paris zunächst nur für Diamanten verwendet, später auch für andere Steine. Besonders lange und schmale Baguettesteinschliffe werden auch Stäbchen, Langcarrée oder Senale genannt. Der Baguetteschliff eignet sich insbesondere für durchsichtige Steine.

C4c

Die Einstufung eines geschliffenen Diamanten erfolgt heute nach allgemein anerkannten Qualitätskriterien. Der  Wert eines jeden Diamanten wird bestimmt durch die so genannten „4 C“, Carat-weight (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).

Carat

Das Gewicht aller Edelsteine wird in der Einheit Carat, abgekürzt ct., angegeben und ist nicht zu verwechseln mit der früheren Angabe „Karat“ bei Goldlegierungen. 1 ct. entspricht 0,2 Gramm.

Die Einheit Carat ist wahrscheinlich zurück zu führen auf das Gewicht eines ausgewachsenen Samenkorns des Johannisbrotbaums (griechisch: keratio), welches konstant ca. 0,2 Gramm beträgt und daher schon früh als Gewichtseinheit für Edelsteine verwendet wurde.

Das Carat-Gewicht ist eines der vier Kriterien zur Ermittlung des Wertes eines Diamanten (4C).

Clarity (Reinheit)

Die Schönheit eines geschliffenen Diamanten wird durch seine hohe Brillanz und seine kristallklare, wasserhelle Transparenz bestimmt. Wird diese Transparenz durch Risse oder Mineraleinschlüsse beeinträchtigt, so spricht man von einer Strukturstörung, die den Wert des Steins mindert.

Die meisten Diamanten haben sehr kleine natürliche Einschlüsse, die als innere Merkmale bezeichnet werden. Je kleiner diese inneren Merkmale, desto wertvoller der Stein.

Die Reinheit eines Diamanten wird unter zehnfacher Vergrößerung geprüft und variiert zwischen lupenrein (lr oder IF) und Piqué (P III, zahlreiche, deutliche Einschlüsse).

Clarity (Reinheit) ist eines der vier Kriterien zur Ermittlung des Wertes eines Diamanten (4C).

Colour (Farbe)

Colour (Farbe) ist eines von vier Qualitätsmerkmalen zur Ermittlung des Wertes eines Diamanten (4C). Prinzipiell unterscheidet man zwischen naturfarbenen und behandelten Diamanten, die Farben reichen dabei von gelb über braun bis hin zu schwarz, selten auch rosé, rot, grün oder blau. Bei Rohdiamanten gibt es ca. 5000 Klassifikationen von Rohkristallen und annähernden Farben.

Die Bestimmung der Farbe zur Ermittlung des Wertes kann mittels einer Farbskala erfolgen. Weißes Licht durchdringt den Stein bei einem absolut farblosen Diamanten mühelos und tritt in den Regenbogenfarben wieder aus, daher ist die völlige Farblosigkeit die beste Farbe für einen Diamanten (hochfeines Weiß+). Die Einordnung für hochfeines Weiß erfolgt mit den Buchstaben „D“ und „E“ bzw. dem Begriff „River“, gefolgt von den Abstufungen in „Feines Weiß“ (F und G bzw. „Top Wesselton“), „Weiß“(H bzw. „Wesselton“), „Leicht getöntes Weiß“ (I und J bzw. „Top Crystal/Crystal“), „Getöntes Weiß“ (K und L bzw. „Top Cape“) bis hin zu „Getönt“ (M bis Z „From Cape to Yellow).

Die meisten Diamanten sind in der Einstufung „M“, also mit einer gut sichtbaren Gelbtönung zu finden. Diamanten mit kräftigen, reinen Farben, werden „fancy colour“ genannt und sind sehr selten.

Cut (Schliff)

Der „Cut“ (Schliff) ist das wichtigste Qualitätskriterium („4 C“) zur Bewertung eines Diamanten. Ungeschliffene Diamanten sind in der Regel unscheinbar, erst der Schliff entfaltet die einzigartige Schönheit des Steins und ein feuriges Funkeln, das durch hohe Lichtbrechung, starke Streubrillanz, Glanz und gute Transparenz entsteht.

Durch den Schliff wird das Licht von Facette zu Facette reflektiert und strahlt gebündelt durch die Oberfläche des Steins zurück. Der Brillantschliff gilt als ideale Schliffform für Diamanten, da die zahlreichen Facetten ein Maximum an Brillanz erzielen, und ist daher die häufigste Schliffform. Eine minimale Abweichung von den idealen Proportionen führt unmittelbar zu einen Verminderung der Brillanz und damit zur Minderung des Wertes.

Weitere attraktive Schliffformen sind z.B. der Diamant-Smaragdschliff, der Princess Cut oder der Navetteschliff.

Brillant

Der Brillantschliff mit seinen 58 Facetten (56 Facetten, 1 Tafel, 1 Kalette) hat sich auf der ganzen Welt durchgesetzt und erzielt ein Maximum an Brillanz.

Der Brillantschliff wurde erstmals 1916 in Amerika vom Diamantschleifer Tolkowski präsentiert. Auf Basis der optischen Eigenschaften des Diamanten werden seit 1910 immer wieder weltweit Berechnungen angestellt, um die Proportionen eines Idealbrillanten zu ermitteln. Maximale Reflexion, also Leuchtkraft und Helligkeit des Steins, ist nur auf Kosten der Lichtstreuung, also des funkelnden bunten Farbenspiels des Steins, zu erreichen. Der in Deutschland seit 1939 angewendete sogenannte „Feinschliff“ gilt als optimaler Kompromiss zwischen dem Reflexions- und Dispersionsvermögen eines Steins.

Weitere attraktive Schliffformen sind z.B. der Diamant-Smaragdschliff, der Princess Cut oder der Navetteschliff.

Diamant

Diamanten sind unvergänglich und von unvergleichbarer Schönheit. Sie bestehen aus reinem kristallisiertem Kohlenstoff, sind durchsichtig und können nahezu in jeder Farbe vorkommen. Für die Eignung als Schmuckdiamant müssen Diamanten einschlussfrei bzw. einschlussarm sein.

Diamanten kristallieren nach dem kubischen System. Sie weisen eine einmalige, unvergleichliche Härte auf, die je nach Fundort variieren kann. Diamanten sind parallel zu den Oktaederflächen spaltbar. Die hohe Dispersionsfähigkeit des Diamanten ist verantwortlich für die als Feuer bezeichnete Wirkung der Streubrillanz eines Steins.

Diamanten werden heute überwiegend in Südafrika, Russland, Brasilien, China und Australien gefördert. Die Graduierung eines Diamanten erfolgt nach den „4Cs“, den allgemein anerkannten Faktoren für Carat-weight (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).

Echte Perlen

Der Begriff „Perle“ ohne Zusatz bezeichnet ausschließlich echte Perlen. Perlen entstehen, wenn ein Fremdkörper oder Parasit zufällig in eine Auster eindringt und sich zwischen Schale und Mantel festsetzt. Dann beginnt die Auster Perlmutter abzusondern, um ihr Fleisch zu schützen. Die Ablagerung des perlenerzeugenden Stoffes erfolgt konzentrisch um den Fremdkörper. Dieser wird in der Regel ausgeworfen oder verschwindet. Echte Perlen sind die edelsten aller Perlen, da sie zufällig entstehen.

Der Wert einer Perle bestimmt sich über die Faktoren Lüster, Orient (zarte, natürliche Pastellfarben), Form, Größe und Gleichmäßigkeit. Dabei gilt, je ausgeprägter eine der genannten Eigenschaften, desto wertvoller die Perle.

Echte Perlen werden heute vorwiegend im Persischen Golf, bei Sri Lanka, Venezuela, im Golf von Mexiko und in Kalifornien gefunden.

Edelstahl

Als Schmuckmetall wird heute häufig auch Edelstahl eingesetzt. Als Edelstahl werden legierte und unlegierte Stähle bezeichnet, deren Anteil an sogenannten Eisenbegleitern wie Phosphor und Schwefel unter 0,035 Prozent liegt. Als Schmuckmetall kommen nur nicht rostende, säurefeste Chrom- und Chromnickelstähle zum Einsatz. Als nichtrostend gelten Stähle, die sich durch besondere Beständigkeit gegen chemisch angreifende Stoffe auszeichnen. Die Rost- und Säurebeständigkeit ergibt sich aus der Eigenschaft der Passivierbarkeit, die durch das Legierungselement Chrom erzielt wird. Eine Legierung mit einem Chromgehalt zwischen 12 – 30% bewirkt die Bildung einer absorptiv gebundenen Sauerstoffschicht an der Oberfläche des Stahls, die den Werkstoff aus einem aktiven, also chemisch löslichen, in den passiven und damit chemisch beständigen Zustand überführt.

Edelstein

Edelsteine sind geschliffene Minerale, die sich durch Seltenheit, enorme Härte, durch Schönheit der Farbe oder klare Durchsichtigkeit und spezielle Lichtbrechung von anderen Steinen wesentlich unterscheiden.

Heute unterscheidet man gelegentlich in Edel- und Schmucksteine, wobei unter „Schmucksteine“ die Steine gefasst werden, die zuvor als Halbedelsteine bekannten waren, da sie weniger durchsichtig und daher weniger wertvoll sind. Die bekanntesten Edelsteine sind Diamanten, Korunde (Rubine und Saphire) und Berylle (Smaragde und Aquamarine).

Einschluss

Einschlüsse in Edelsteinen geben Aufschlüsse über die Genese des Gesteins. Wird die Transparenz eines Edelsteins durch Risse, Sprünge, Hohlräume oder Mineraleinschlüsse getrübt, spricht man von einer Strukturstörung, die den Wert des Steins mindert. Je kleiner diese inneren Merkmale, desto wertvoller der Stein. In der Natur treten nur äußerst selten Edelsteine auf, die völlig einschlussfrei und daher besonders wertvoll sind.

Facette

Als Facette bezeichnet man eine angeschliffene, plane Fläche an der Seite eines Steins oder Metallkörpers. Beim Schliff von Edelsteinen bewirken die Facetten eine erhöhte Brechung des Lichts und sorgen so für mehr Brillanz.

Gold

Gold ist ein chemisches Element und zählt zu den so genannten Edelmetallen. Schon immer wurde Gold wegen seiner Seltenheit, seiner Schönheit und seiner Widerstandsfähigkeit geschätzt. Vollständig reines Gold, so genanntes Feingold, ist sehr weich und dehnbar, daher wird es für die Verwendung als Schmuckmetall mit anderen Metallen legiert. Somit lassen sich Härte und Farbe des Goldes verändern. Gold ist im Allgemeinen säureresistent, lässt sich sehr gut polieren und verändert seine Farbe nicht an der Luft.

Karat

Die Angabe „Karat“ (K) ist eine veraltete Bezeichnung für den Feinmetallgehalt bei Schmuckstücken und nicht zu verwechseln mit dem „Carat“ (ct), der Gewichtseinheit bei Edelsteinen. Reines Gold wir heute nur äußerst selten zur Schmuckherstellung verwendet, da es sehr weich ist. In der Regel werden Legierungen aus verschiedenen Metallen verwendet. Die Karatzahl gibt dann an, wie viel Feinmetall sich in dieser Legierung befindet. 14-karätiges Gold bedeutet, dass von 24 Teilen des Metalls ganze 14 Teile Feingold sind, der Rest besteht aus Zusatzmetallen.

Der Feingehalt eines Schmuckstücks ist einpunziert. Die heute übliche Bezeichnung „Gold 585“ gibt an, dass für 1.000 Teile Schmuckmetall 585 Teile Feingold verwendet werden, welches nach alter Bezeichnung 14 Karat entspräche.

Legierung

Als Legierung bezeichnet man das Zusammenschmelzen mehrerer chemischer Elemente, von denen mindestens eines ein Metall ist. Durch das Legieren können, je nach gewünschtem Verwendungszweck, physikalische Eigenschaften, wie z. B. die Festigkeit oder aber die chemischen Eigenschaften, wie Korrosionsbeständigkeit oder aber die Farbe verändert werden. Legierungen werden meistens durch Mischen der einzelnen Komponenten im schmelzflüssigen Zustand und anschließendes Abkühlen des Gemisches hergestellt.

Lupenrein

„Lupenrein“ ist die höchste Qualitätseinstufung für Diamanten, mit der die Reinheit (Clarity) bezeichnet wird. Als lupenrein gelten nur Diamanten, die selbst bei zehnfacher Vergrößerung keinerlei Einschlüsse zeigen. Die Einstufung „lupenrein“ wird häufig mit „lr“, „lc“ oder auch „IF“ abgekürzt.

Lüster

Der Lüster ist das wichtigste Kriterium bei der Bewertung von Perlen. Unter dem Lüster einer Perle versteht man eine Reflexionserscheinung des Lichtes auf der Oberfläche der Perle. Die Reflexion kommt daher, dass sich das Licht an den vielen Aragonitschichten des Perlmutts bricht und so einen Glanz erzeugt. Der Lüster ist abhängig von der Dicke und Qualität der Perlhaut. Lichtreflexion und Glanz sollten möglichst kraftvoll und tief wirken, was für eine dicke Perlmuttschicht spricht. Perlen mit ausgeprägtem Lüster sind in der Regel widerstandsfähiger und haben eine längere Lebensdauer.

Der Lüster einer Perle ist ein Merkmal, das auch vom Laien bei Vergleichsmöglichkeit sofort erkannt wird. Unterschieden wird zwischen den Bezeichnungen „sehr lebhaft“ (Exzellent/Top) oder „AAA“, „lebhaft“, „hoher Glanz“, „mittlerer Glanz“, „etwas matt“ und „matt“.

Platin

Platin ist ein weiches, weißes Edelmetall, in der Farbtönung dunkler als Silber, das erst seit Ende des 19. Jahrhunderts als Schmuckmetall genutzt wird. Im legierten Zustand weist Platin eine hohe Polierfähigkeit auf.

Die Bezeichnung „Platin“ ist aus dem Spanischen abgeleitet und bedeutet „silberartig“. Platin ist das wertvollste Metall, da es in der Natur nur sehr selten und zusammen mit anderen Platinmetallen auftritt. Reines Platin kann daher nur in einem aufwändigen Produktionsverfahren gewonnen werden. Reines Platin ist luft-, wasser- und säurebeständig.

Platin wird vorwiegend mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet, das heißt, von 1.000 Gramm Schmuckmetall sind 950 Gramm reines Platin, dokumentiert mit der Punze Pt 950.

Punze

Eine Punze ist ein figürlicher Stahlstift, der zum Setzen eines Stempelzeichens oder auch zum Treiben und Ziselieren verwendet wird. Als „Punzierung“ bezeichnet man gemeinhin das Einschlagen eines Zeichens in ein Schmuckstück, welches ein Amts- oder Prüfzeichenzeichen oder auch eine Firmenbezeichnung sein kann.

Bei Edelmetallen gibt die amtliche Punzierung Aufschluss über den Feingehalt des verwendeten Edelmetalls (Beispiel: „Silber 925“ bedeutet 925 von 1000 Teilen sind reines Silber).

Rivière

Das aus dem Französischen kommende Wort „Rivière“ bedeutet „Fluss“ bzw. „Fließende Linie“. Bei diesem aus England stammenden Design werden mehrere, einzelne Diamanten in einer langen Reihe gefasst, wobei die Steine ganz eng und doch beweglich untereinander verbunden sind. Somit entsteht der Eindruck eines fließenden, beweglichen Bands.

Rundiste

Die Rundiste (oder auch Rondiste) bezeichnet bei geschliffenen Edelsteinen den Trennrand zwischen Ober- und Unterteil bzw. zwischen Krone und Pavillon.

Silber

Silber ist ein weiß glänzendes Edelmetall und geringfügig härter als Gold. Reines Silber ist so weich, dass es vor der gewerblichen Verwendung mit Kupfer legiert werden muss. Das geschmeidige Edelmetall lässt sich hervorragende als Werkstoff für handgearbeiteten und industriell erzeugten Schmuck sowie für Gebrauchs- und Ziergegenstände verarbeiten.

Silber zeichnet sich neben seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen Angriffen durch sein hohes Reflexionsvermögen aus, welches dazu führt, dass im polierten Zustand nahezu 100 Prozent des auffallenden langwelligen Lichts reflektiert werden.

Solitaire

Der aus dem Französischen kommende Begriff „Solitaire“ (Solitär) bedeutet „Einsiedler“ bzw. „einzeln“ und bezeichnet in der Regel einen Ring mit einem einzelnen, gefassten Diamanten. Die augenscheinliche Konzentration auf den einen Stein bringt diesen besonders ausdrucksvoll zur Geltung.

Titan

Die Einführung von Titan als Schmuckmetall begann in den 80er Jahren und revolutionierte den Schmuckmarkt durch ausgefallene Kombinationen von Titan und Gold. Titan ist ein schwärzliches Metall, das an der Oberfläche oxidiert und in der Natur in eisenhaltigen Erzen und als Dioxid in verschiedenen Mineralien vorkommt. Titan im reinen Zustand wird durch Erhitzen von Titanchlorid mit Magnesium unter Schutzatmosphäre gewonnen.

Titan hat ein sehr geringes spezifisches Gewicht und ist fester, jedoch spröder als Stahl. Aufgrund der Korrosionseigenschaft, bei kleineren Kratzern sofort eine schützende Passivschicht aufzubauen, wird Titan insbesondere für Uhrengehäuse verwendet.

Weißgold

Dem Schmuckmarkt wurde Weißgold erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Firma Dr. Richter & Co. in Pforzheim zugängig, die damals begann, eine Palladiumweißgoldlegierung unter dem Namen „Dorico“ herstellte.

Unter dem Begriff Weißgold versteht man eine Legierung von Feingold mit Palladium oder Nickel. Nickel und Palladium sorgen dafür, dass dem Feingold die gelbe Farbe entzogen wird und färben es weiß. Aufgrund häufig verursachter allergischer Reaktionen wird Nickel heute häufig durch andere edle Weißmetalle ersetzt.

Allerdings wird auch durch erhöhte Zugaben von Nickel oder Palladium gelbes Gold nicht reinweiß sondern besitzt einen leicht grauen Farbton. Daher wird Weißgoldschmuck rhodiniert, d.h. mit dem weißen Edelmetall Rhodium galvanisch überzogen.

Man unterscheidet zwischen Nickelweißgold, einer mittelharten bis harten Weißgoldlegierung von hoher Dehnung, und dem als Fasserweißgold bekanntem Palladiumweißgold, welches weicher und dehnbarer ist, so dass es sich einwandfrei für alle Treib-, Ziselier- und komplizierten Fasserarbeiten eignet.

Zuchtperlen

Im Unterschied zur echten Perle wird die Bildung der Zuchtperle durch das erzwungene Eindringen eines Fremdkörpers, meist eines Perlmutterkerns, in das Weichtier hervorgerufen. Die Auster versucht den Eindringling abzustoßen und formt auf diese Weise eine Zuchtperle, die von außen gesehen die gleichen Merkmale wie eine echte Perle zeigt.