Die Admiral macht sich frei

Wir haben sie schon die schönsten maritimen Zifferblätter tragen sehen. Heute aber will die Admiral provozieren: Sie entkleidet sich, zeigt sich ohne Zifferblatt. Sowohl technisch als auch verspielt bietet sie zugleich zahlreiche Optionen zur individuellen Gestaltung.

Die Admiral ist einer der Grundpfeiler des Vermächtnisses von Corum. Sie wurde im Jahr 1960 lanciert, nur fünf Jahre nach der Gründung des Hauses, und verkörpert die maritime Uhrmacherkunst nach der Vorstellung von Corum. Stets getreu ihrer künstlerischen Ader hat sich die Marke jedoch nie davon abhalten lassen, sich weit von ihren heimatlichen Ufern zu entfernen. Das ist auch heute der Fall, mit der Admiral 45 Squelette, einem radikaleren Modell, das dem nautischen Design und der reinen uhrmacherischen Mechanik gleichermaßen freie Hand lässt.

Letztere steht nun ganz im Rampenlicht. Das besondere Wesen des Uhrwerks ist diese Freizügigkeit wert: Es wurde intern entwickelt, von Corum entworfen und von der hauseigenen Produktionseinheit EMC hergestellt. Es handelt sich um das Kaliber CO 082 mit einer Gangreserve von 42 Stunden. Vollständig enthüllt verleiht es der Admiral einen energischeren Look.

Doch die Admiral 45 Squelette gibt sich nicht mit der Abwesenheit eines Zifferblatts zufrieden. Ihre Brücken wurden allesamt skelettiert und anschließend anthrazitgrau beschichtet, was zwei Kontraste erzeugt. Der erste besteht in Bezug auf das Räderwerk des Uhrwerks, das aus Neusilber gefertigt ist und dessen kupferne Farbe sich markant von den anderen Komponenten abhebt.

Der zweite Kontrast entsteht im Hinblick auf die dominanten Farben der verschiedenen Modelle der Admiral 45 Squelette: Türkisblau, Gelb und Rot. Diese kräftigen Farben finden sich bei jeder Version an verschiedenen Stellen wieder: auf dem Sekundenzeiger, dem Gehäuse, dem Armband und der Datumsanzeige. Ab sofort sieht Corum die Möglichkeit vor, maßgeschneiderte Modelle mit verschiedenen Farbkombinationen dieser drei Elemente anzufertigen, zusätzlich zu der Option farbiger Armbänder.

Das Datum wurde nicht auf traditionelle Weise konzipiert. Die Datumsscheibe ist mit vergrößerten Ziffern versehen. Zudem wurden diese arabischen Ziffern auf der Datumsscheibe nicht aufgemalt oder in Saphirglas graviert, wie es bei den meisten uhrmacherischen Konstruktionen dieser Art der Fall ist. Sie wurden individuell mittels präziser Funkenerosion ausgeschnitten. Dieses Verfahren ermöglicht feine Ziffern ohne Basis, verzahnt mit einem unsichtbaren Getriebe, das von der Lünette verdeckt wird. Diese luftige Konstruktion verstärkt die skeletthafte Wirkung der Admiral 45. Sie ermöglicht auch eine detailreichere Ansicht des hauseigenen Kalibers, das sich an der unteren Brücke entfaltet.

Um die Ablesbarkeit der großen skelettierten Datumsanzeige zu verbessern, hat Corum bei 6 Uhr ein Fenster mit undurchsichtigem Boden platziert. Dessen Farben betonen den Kontrast mit dem Datum und heben zugleich den sportlichen und modernen Aspekt der Admiral 45 Squelette hervor. Auch hier finden sich die verschiedenen Farben der Kollektion wieder: Türkisblau, Gelb und Rot. Über diese skelettierte Komposition bewegen sich breite Dauphinezeiger für die Stunden und Minuten im Ring der 12 für die Admiral Kollektion charakteristischen Wimpel, die unter der berühmten, zwölfseitigen Lünette eingraviert wurden. Das Gehäuse des Modells weist einen Durchmesser von 45 mm auf und besteht aus Titan Grad 5, das Armband wurde aus vulkanisiertem Kautschuk gefertigt. Die Uhr ist bis zu einer Tiefe von 300 m wasserdicht, im Einklang mit den nautischen Wurzeln der Admiral Kollektion.

Die sportlich-elegante und energiegeladene Kollektion umfasst sieben Modelle, die jeweils auf 288 Exemplare limitiert sind (drei Modelle mit einem Gehäuse aus natürlichem Titan, vier Modelle mit einem Titangehäuse mit mattschwarzer PVD-Beschichtung).