Ob Diamanten, Saphire, Rubine oder Smaragde, Rolex beherrscht die Juwelierkunst in all ihren Facetten. Die Uhrenmarke verfügt über eine eigene Abteilung Gemmologie und Edelsteinfassen, um ihre Zeitmesser mit den schönsten Edelsteinen bestücken zu können.

Gemmologen konzentrieren sich darauf, Edelsteine zu begutachten und auszuwählen, sodass nur diejenigen berücksichtigt werden, die den strengsten Qualitätskriterien entsprechen. Die Steine werden dann an die Steinfasser übergeben. Die Arbeit dieser Spezialisten besteht darin, die Edelsteine einzeln einzusetzen und zu fixieren, um so deren Ästhetik, Farbe und Glanz zur Entfaltung zu bringen.

Rolex verwendet ausschließlich natürliche Edelsteine erster Güte. Sämtliche Edelsteine – Diamanten und farbige Steine – durchlaufen bei ihrer Abnahme in den Werkstätten strenge Prüfprotokolle. Die Art, wie die Steine geschliffen werden, d. h. die Symmetrie der Facetten sowie deren Gestalt, bestimmt die Art, wie das Licht in die Edelsteine einfällt und wieder austritt, nachdem es vom Unterteil des Steins – der sogenannten Culasse – reflektiert wurde; sie hat also direkten Einfluss auf ihre Leuchtkraft. Bei Diamanten erhöht ein guter Schliff die Intensität und die Anzahl von Lichtreflexen, die sogar in den natürlichen Farben des Regenbogens funkeln können.

DIE KUNST DES EDELSTEINFASSENS

ROLEX

Wenn die Gemmologen ihre Zustimmung erteilt haben, werden die Edelsteine den Steinfassern überlassen. Mit den gleichen präzisen Handgriffen wie Uhrmacher setzen diese Stein für Stein auf die Armbanduhren. Ihr Beruf umfasst viele Aspekte. Zunächst legen sie in Zusammenarbeit mit den Designern der Division Product Design in einem subtilen Balanceakt zwischen ästhetischen Ansprüchen und technischen Erfordernissen die Anordnung der Steine und das Farbkonzept fest.

Es schließt sich der Dialog mit den Ingenieuren an, die für die Ausstattung zuständig sind, also sämtliche Teile der Armbanduhr, die dem Uhrwerk im eigentlichen Sinne hinzugefügt werden. Gemeinsam besprechen sie die vorgesehenen Stellen für die Steine, um mikrometergenau das Gold- oder Platinteil vorzubereiten, in das sie eingesetzt werden sollen. Dabei geht es darum, für jeden einzelnen Stein die richtige Metallmenge zu bestimmen, die für einen guten Sitz notwendig ist.

FEINSTE JUWELIERKUNST AUS DEM HAUSE ROLEX

ALTHERGEBRACHTE TECHNIKEN

Die Steinfasser von Rolex verwenden vier traditionelle Techniken. Die häufigste Technik ist die „Körnerfassung“, die insbesondere bei den sogenannten „Pavés“, also mit Diamanten überzogenen Flächen, angewandt wird. Hier wird der – stets runde – Stein von drei bis fünf kleinen kugelförmigen Metallteilchen gehalten.

Die Körnerfassung ist optisch verwandt mit der sogenannten „Krappenfassung“, bei der die Befestigungen länger ausfallen und der Außenrand des Steins besser zu sehen ist. Bei der „eingeriebenen Fassung“ wird der Edelstein in seiner Einbuchtung fixiert, indem das umliegende Metall um den Stein gepresst wird. Die „Kanal“- oder „Baguettefassung“ gestattet es, die im Allgemeinen rechteckigen oder trapezförmigen Steine Seite an Seite anzuordnen, um so ein Band oder einen Ring zu bilden, zum Beispiel auf der Lünette. In diesem Fall wird das untere Ende des Steins in einen aus zwei langen Edelmetallbahnen bestehenden Kanal gesetzt, während das andere Ende fixiert wird, indem – wie bei der eingetriebenen Fassung – umliegendes Metall um den Stein gepresst wird.