Nach vielen Jahren Planung, unermüdlichem oftmals ehrenamtlichem Engagement und einjähriger Bauphase wurde der Domschatz Minden in diesem Jahr neu eröffnet und übertrifft alle Erwartungen. Jahrhundertealte Prunkstücke und christliche Kunstschätze aus über tausend Jahren lenken alle Augen auf unsere Heimatstadt in Ostwestfalen.

Der Mindener Domschatz, ein Juwel, das bisher eher im Verborgenen schlummerte, erstrahlt in neuem Glanz und zeigt einmalige Exponate, die zur Spitze sakraler Kunst in Deutschland zählen und auch europaweit von kunsthistorischer Bedeutung sind.

Petrischrein
Nordwestdeutschland, 1. oder 2. Viertel 11. Jahrhundert / Eichenholz (erneuert),
Gold, getrieben, gepunzt, Silber, geschmiedet, graviert,
Senkzellenschmelz,Steinbesatz, Perlen (Foto: Simon Vogel)

EIN SCHATZ ERSTRAHLT IN MINDEN

DOMSCHATZ MINDEN

Der Domschatz beherbergt Kunstwerke aus der Geschichte des katholischen Bistums Mindens, das im 9. Jahrhundert gegründet und 1648 wieder aufgelöst wurde. Darunter auch das berühmte romanische Mindener Kreuz aus dem 11. Jahrhundert, dessen Darstellung der Kreuzigung Jesu den Augenblick zwischen Leben und Tod zeigt wie kein anderes weltweit. Das Kreuz hat nun einen eigenen Raum gefunden, der nicht nur zur Bewunderung, sondern gleichzeitig auch als ein Ort der Stille und Besinnung dient. Eine der ältesten Figuren im Domschatz zeigt eine thronende Madonna aus vergoldetem Silberblech, auf ihrem Arm das Jesuskind. Auch der fast 1000 Jahre alte goldene Petrischrein wird seit Öffnung des Museums von Besuchern aus der ganzen Welt bewundert.

Zum Reliquienschatz des Mindener Doms zählen weitere bedeutende Exponate, wie z. B. das teilvergoldete und mit Edelsteinen besetzte Armreliqiuar der Heiligen Margarathe. Auch ein Ziborium, ein Kelch zur Aufbewahrung von Hostien, kann hier bestaunt werden. Einige dieser ausgestellten Kostbarkeiten werden sogar heute noch mit größter Sorgfalt liturgisch genutzt.

1000 JAHRE GESCHICHTE IN MINDEN

SCHÄTZE & GEHEIMNISSE

Durch die Schaffung eines zeitgemäßen Museums hat Minden eine weitere außerordentliche Sehenswürdigkeit hinzugewonnen. Auch der Kleine Domhof hat durch den Museumsbau jetzt ein verändertes, modernes Gesicht bekommen. Durch die großzügigen Fenster der Fassade eröffnet sich eine neue Blickachse auf das monumentale Westwerk des Doms sowie zum neuen und zum historischen Rathaus. Nach Einbruch der Dunkelheit lassen sich selbst für Passanten Blicke auf Teile des beleuchteten Domschatzes erhaschen.

Mit diesem Meilenstein der Museumslandschaft in Ostwestfalen bekommt der Domschatz nun die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt, und rückt ihn nicht zuletzt dank der gelungenen architektonischen Einbindung noch näher an die Stadt und die Herzen ihrer Bürger.

Weitere Infos unter www.domschatz-minden.de