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Uhren von NOMOS Glashütte

NOMOS Glashütte

1990 von Roland Schwertner gegründet, ist NOMOS Glashütte heute der größte Hersteller mechanischer Uhren in Deutschland. Niemand baut hier mehr Uhren als unsere Manufaktur. Und das von Hand!

Gut 260 Mitarbeiter fertigen vor Ort Uhren und Kaliber allererster Güte: im ehemaligen Glashütter Bahnhof, in der NOMOS-Chronometrie am Erbenhang, in der Feinbearbeitung und der Fertigung in Glashütte-Schlottwitz. Glashütte ist, selbstverständlich, der größte Standort von NOMOS Glashütte. Weitere Mitarbeiter jedoch gibt es etwa in New York und vor allem in Berlin – insgesamt sind es mittlerweile über 300.

Eine Ode

TETRA FÜR VIER HÄNDE

Götterfunken, Ode an die Freude, Unsterbliche Geliebte, Fidelio: Das sind die Namen der vier neuen Versionen von Modell Tetra, dem quadratischen Uhrenklassiker der Manufaktur NOMOS Glashütte.

NOMOS Tetra, vielfach prämiert und eine der ältesten und bekanntesten mechanischen Armbanduhren, gibt es nun erstmals in den vier schönen Farben Kupfer (Tetra Götterfunken), Olivgrün (Tetra Ode an die Freude), Türkis (Tetra Unsterbliche Geliebte) und Dunkelblau (Tetra Fidelio). Alle vier arbeiten mit dem NOMOS-Handaufzugswerk Alpha, dem lang bewährten und meistgebauten Präzisionskaliber der Manufaktur. Durch den Boden aus Saphirglas kann man das Handaufzugswerk bei seiner taktgebenden Arbeit beobachten.

Ein harmonisches Quartett. Und ihre Namen? Verweisen auf einen Mann, der – wie NOMOS, wie Glashütte – für bestes Made in Germany, Qualitätsversessenheit und Zeitlosigkeit steht: Ludwig van Beethoven. Der wäre im letzten Jahr 250 geworden. Sein Werk ist damit tatsächlich noch ein bisschen älter als die Glashütter Tradition: Die Uhrmacherei an diesem weltbekannten Ort für feine Uhren wurde letztes Jahr erst 175 Jahre alt. Der Geburtstag des berühmten Komponisten jährte sich im Dezember. Zeit für ein Tribut an Ludwig van.

Glashütte atmet Uhrengeschichte

Uhren fürs Leben

Mechanische Uhren werden in Glashütte seit 1845 gebaut. Es sind Zeitmesser von allererster Qualität und Güte. Uhren, die die Liebe zu Handwerk und Tradition in sich tragen und dennoch zeitgemäß sind.

Seit dem 15. Jahrhundert lebte die Region vom Bergbau. Als die Ressourcen versiegten, war die Not groß. So entsandte der König von Sachsen 1845 den Uhrmachermeister F. A. Lange, um neue Zeiten nach Glashütte zu bringen: Er sollte die Menschen zu Uhrmachern ausbilden und eine Uhrenindustrie nach Schweizer Vorbild aufbauen.

In Kriegs- und DDR-Jahren haben Ort und Industrie gelitten, doch Wissen und Expertise sind geblieben und gewachsen. Glashütte: seit 1845 Synonym für weltbeste Uhren.

Richtungsweisend geradlinig

TANGENTE UPDATE

Sie ist NOMOS Glashütte: Tangente, jene runde Uhr mit den vielen rechten Winkeln, verkörpert die Glashütter Manufaktur wie keine Zweite. Seit 25 Jahren ist Tangente die meistgebaute, meistverkaufte Uhr von NOMOS: Ein Klassiker fürs Handgelenk.

Die Tangente neomatik 41 Update feiert ihr Datums-Update rundherum. Der weit außen liegende Datumsring trägt hier zwei rote Punkte, die das jeweilige Datum rahmen; umlaufend auf dem Zifferblatt. Eine Optik, die dem neuen neomatik-Kaliber Rechnung trägt: einzigartig – und unverkennbar.

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EIN BISSCHEN MONOPOLY

NOMOS SWING-SYSTEM

2014 feierte die Manufaktur ihre Unabhängigkeitserklärung: mit dem NOMOS-Swing-System, dem hauseigenen Assortiment von NOMOS Glashütte. Eine winzige Baugruppe, leicht wie eine Feder – doch es handelt sich hier um das Herz der mechanischen Uhr. Eine technische Sensation.

Uhren bauen, Kaliber entwickeln, Komplikationen neu denken, an der perfekten Gestaltung arbeiten, einen Preis nach dem anderen und Patente einsammeln – und, auf diesem Weg immer mehr Uhrenliebhaber begeistern. Das ist, ganz grob, die NOMOS-Geschichte bis 2007.

Völlig unabhängig jedoch von Lieferungen Dritter war NOMOS Glashütte, wie an sich alle Uhrenunternehmen weltweit, bis dato nicht. Das Assortiment, das winzige, aber hochkomplexe Herz jedes Kalibers, ohne das eine mechanische Uhr weder Tick noch Tack macht, mussten und müssen nahezu alle Hersteller von einem einzigen Lieferanten in der Schweiz zukaufen. Wie ein Assortiment konstruiert und gebaut wird, das wissen heute nur wenige Spezialisten – die ihr Wissen wie einen Schatz hüten. Es gibt keine Fachliteratur dazu, keine Werkzeuge, die man kaufen könnte.

Auch mathematische Berechnungen zum Bau des Taktgebers sucht man vergebens. Die Kunst, ein Assortiment zu konstruieren, schien lange Zeit nicht mehr wichtig zu sein, denn in den 1970er-, 1980er-Jahren, als alle Welt nach Quarzuhren verlangte, als Technik über Handwerk und Ästhetik zu siegen schien, interessierte sich niemand dafür, wie man die Zeit mechanisch in Stunden, Minuten, Sekunden teilt. Vorbei, heute wissen die Menschen die Handwerkskunst in feinen mechanischen Uhren und deren Schönheit wieder zu schätzen. Doch das Wissen, das es zum Bau eines Assortiments braucht, ist in der Zwischenzeit nahezu verschwunden. 

Um unabhängig von der Belieferung durch Dritte zu sein, um ein eigenes Assortiment herstellen zu können und um die Manufaktur auf Jahre und Jahrzehnte unabhängig zu machen, machte sich NOMOS Glashütte zusammen mit der Technischen Universität Dresden selbst an die Herkulesaufgabe und begann zu forschen. Viele Jahre lang, viel Geometrie, Kinematik, Drehmoment- und Amplitudenmessung. 

Das fertige Assortiment wurde auf der Baselworld 2014 vorgestellt, der wichtigsten und größten Uhrenmesse der Welt. NOMOS Glashütte konnte nun, was sonst weltweit fast keiner kann: ein eigenes Reguliersystem in Serie fertigen. „Für uns fühlt sich das ein wenig an wie die Landung auf dem Mond“, sagte NOMOS-Chef Uwe Ahrendt damals. „Selbst Apple schaut genauer hin“, titelte die FAZ. Für die Manufaktur begann eine neue Ära. 

Das NOMOS-Swing-System gab zunächst in der neuen Handaufzugsuhr Metro den Takt an, die sofort zum Bestseller wurde. Seitdem werden nach und nach alle Kaliber – die ohnehin alle inhouse gefertigt wurden – mit dem neuen Wundersystem ausgestattet.